Die Welt ist krank – wie kann man da gesund sein?
Dr. Wolfgang Wodarg kommt nach Goldegg
Ein Arzt, Gesundheitspolitiker und unbequemer Denker zu Gast im Schloss Goldegg: Am 22. Oktober 2026 spricht Dr. Wolfgang Wodarg über Gesundheit, Macht, Wissenschaft und die Frage, wie eine Wende zum Guten gelingen kann.
Was bedeutet Gesundheit in einer Zeit, in der medizinische Fragen längst nicht mehr ausschließlich im Sprechzimmer entschieden werden? Wer bestimmt, welche Risiken als gefährlich gelten? Wie unabhängig sind Wissenschaft und Medizin? Und welchen Einfluss haben Politik, Medien und wirtschaftliche Interessen auf unser Bild von Krankheit und Gesundheit?
Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich Dr. Wolfgang Wodarg bei seinem Vortrag „Die Welt ist krank – wie kann man da gesund sein?“ am Donnerstag, 22. Oktober 2026, im Kultur- und Seminarzentrum Schloss Goldegg.
Wodarg ist mehrfacher Facharzt, Gesundheitspolitiker und Autor. Über Jahrzehnte hat er sich mit gesundheitspolitischen und gesellschaftlichen Fragen beschäftigt. Bekannt ist er insbesondere für seine kritische Auseinandersetzung mit dem Umgang von Institutionen mit Pandemien und mit den Strukturen des Gesundheitswesens.
Ein Arzt mit klarer Haltung
Wodarg gehört zu jenen Persönlichkeiten, die sich nicht scheuen, etablierte Sichtweisen infrage zu stellen. Sein Ansatz: Gesundheit müsse vom Menschen aus gedacht werden – mit möglichst viel Eigenverantwortung, Transparenz und der Freiheit, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Gerade in den vergangenen Jahren sind Fragen nach dem Verhältnis zwischen Wissenschaft, Politik, Medien und Medizin für viele Menschen wichtiger geworden. Wodarg nimmt diese Entwicklung zum Anlass, genauer hinzusehen und unbequeme Fragen zu stellen.
Dabei geht es ihm nicht nur um einzelne medizinische Entscheidungen. Sein Blick richtet sich auf die dahinterliegenden Strukturen: Wie entstehen wissenschaftliche Einschätzungen? Wer verfügt über Einfluss? Welche Interessen wirken auf politische Entscheidungen ein? Und wie verändert sich die öffentliche Wahrnehmung, wenn Medien, Politik und Wissenschaft eng miteinander verbunden sind?
„Falsche Pandemien“ und die Lehren aus den vergangenen Jahren
Ein Schwerpunkt seines Vortrags sind sogenannte „falsche Pandemien“ – ein Begriff, mit dem Wodarg seine Kritik an bestimmten internationalen Pandemie- und Gesundheitsstrategien beschreibt.
Bereits während der Schweinegrippe 2009/2010 nahm er eine kritische Position gegenüber der damaligen Bewertung der Pandemie ein. Auch während der Corona-Zeit gehörte er zu den besonders deutlichen Kritikern der offiziellen Pandemiepolitik.
Unabhängig davon, wie man einzelne seiner Einschätzungen bewertet, steht dahinter eine grundsätzliche Frage, die weit über eine einzelne Pandemie hinausreicht:
Wie viel Vertrauen brauchen wir in Institutionen – und wie viel kritische Distanz ist notwendig, damit dieses Vertrauen nicht blind wird?
Genau diese Fragen möchte Wodarg in Goldegg zur Diskussion stellen.
Wissenschaft braucht Vertrauen – und Transparenz
Besonders kritisch blickt Wodarg auf mögliche Interessenkonflikte in Wissenschaft und Medizin. Er thematisiert nach Angaben des Veranstalters auch Korruption beziehungsweise Fehlentwicklungen in Wissenschaft, Medizin, Medien und Politik.
Dabei geht es um eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung: Medizinische Entscheidungen betreffen jeden Menschen unmittelbar. Umso wichtiger sind nachvollziehbare Entscheidungswege, Transparenz und die Möglichkeit, unterschiedliche Positionen offen zu diskutieren.
Wodargs Botschaft ist dabei grundsätzlich auf Selbstbestimmung ausgerichtet: Menschen sollen medizinische Informationen verstehen, Fragen stellen und Entscheidungen möglichst eigenverantwortlich treffen können.
Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit
Der Titel des Abends stellt eine ungewöhnliche Frage: „Die Welt ist krank – wie kann man da gesund sein?“
Darin steckt mehr als eine Kritik am Gesundheitswesen.
Es geht auch um den einzelnen Menschen. Um die Fähigkeit, trotz einer immer komplexer werdenden Welt die eigene Gesundheit, das eigene Leben und die eigenen Entscheidungen selbst in die Hand zu nehmen.
Gesundheit bedeutet in diesem Verständnis nicht allein, keine Diagnose zu haben. Sie umfasst auch Freiheit, Lebensqualität, Eigenverantwortung und die Fähigkeit, Informationen kritisch zu prüfen.
Von der Kritik zur „Wende zum Guten“
Besonders interessant ist deshalb der zweite Teil des angekündigten Vortrags: Wodarg möchte nicht ausschließlich kritisieren, sondern auch über „Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Wende zum Guten“ sprechen.
Damit richtet sich der Blick nach vorne.
Welche Veränderungen braucht es im Gesundheitswesen? Wie können Wissenschaft und Medizin unabhängiger und transparenter werden? Wie kann das Vertrauen zwischen Ärzten, Patienten und Institutionen gestärkt werden? Und welchen Beitrag kann jeder Einzelne leisten?
Es sind große Fragen – und gerade deshalb verspricht der Abend in Goldegg mehr als einen gewöhnlichen Vortrag.
Ein Abend für Menschen, die selbst denken wollen
Die Veranstaltung der Gesellschaft Zukunft Salzburg versteht sich als Gelegenheit für Information, Begegnung und Austausch. Die Organisation beschreibt sich als Plattform für Bildung, Vernetzung und Informationsaustausch und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Veranstaltungen mit unterschiedlichen Referenten durchgeführt.
Der Abend mit Wolfgang Wodarg fügt sich in dieses Konzept ein: Es soll Raum für Fragen geben, für neue Perspektiven und für die Auseinandersetzung mit Themen, die viele Menschen beschäftigen.
Wer Wodarg bereits kennt, darf einen pointierten und klar positionierten Vortrag erwarten. Wer seine Sichtweisen noch nicht kennt, bekommt die Gelegenheit, einen Arzt und ehemaligen Gesundheitspolitiker unmittelbar zu erleben und seine Argumente selbst zu hören.
Denn am Ende steht eine Frage, die jeden Menschen betrifft:
Wie können wir gesund bleiben – körperlich, geistig und gesellschaftlich – wenn die Welt um uns herum immer komplexer wird?
Veranstaltung auf einen Blick
Dr. Wolfgang Wodarg – „Die Welt ist krank – wie kann man da gesund sein?“
📅 Donnerstag, 22. Oktober 2026
🕡 Beginn: 18:30 Uhr
🚪 Einlass: 17:30 Uhr
🏰 Kultur- und Seminarzentrum Schloss Goldegg
📍 Hofmark 1, 5622 Goldegg
Der Veranstalter nennt für die Veranstaltung reguläre Preise von 28 Euro im Vorverkauf für Nichtmitglieder beziehungsweise 23 Euro für Mitglieder; an der Abendkasse beträgt der Preis 35 Euro.
Eine Gelegenheit für alle, die Gesundheit nicht nur als medizinische Frage betrachten, sondern als gesellschaftliche Aufgabe – und die bereit sind, auch unbequeme Fragen zu stellen.






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