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Bürgerinitiative und EU-Kampagne fordern Transparenz und Neubewertung der mRNA-Technologie

Wien – Mit einer österreichischen Bürgerinitiative sowie einer europaweiten Transparenzkampagne wollen die Initiatoren nach eigenen Angaben eine umfassende wissenschaftliche Neubewertung der mRNA-Technologie sowie einen erweiterten Zugang zu Zulassungs- und Sicherheitsdaten erreichen. Im Mittelpunkt stehen Forderungen nach mehr Transparenz, unabhängiger wissenschaftlicher Prüfung und einem stärkeren Schutz von Kindern und zukünftigen Generationen.


Die österreichische parlamentarische Bürgerinitiative „JA zur einstweiligen Aussetzung und wissenschaftlichen Neubewertung der mRNA-Technologie – zum Schutz unserer Kinder!“ wurde am 1. Juni 2026, dem Internationalen Kindertag, von Dr. iur. Silvia Behrendt und Oma Elisabeth beim österreichischen Nationalrat eingebracht. Nach Angaben der Initiatoren wurde die Initiative mit 2.544 Unterschriften eingereicht und als parlamentarische Bürgerinitiative (35/BI) zugelassen.




Nach Darstellung der Initiatoren verfolgt die Bürgerinitiative das Ziel, eine wissenschaftliche Neubewertung der mRNA-Technologie anzustoßen sowie höhere Anforderungen an Transparenz und Arzneimittelsicherheit zu etablieren. Darüber hinaus wird ein verstärkter Schutz der Grundrechte, der informierten Einwilligung sowie der gesundheitlichen Selbstbestimmung gefordert.


Zu den zentralen Forderungen der Bürgerinitiative gehören:

  • eine vorübergehende Aussetzung des Einsatzes der mRNA-Technologie bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Personen im fortpflanzungsfähigen Alter,

  • eine wissenschaftliche Neubewertung des regulatorischen Prüfrahmens für neuartige Therapien,

  • Sicherheitsprüfungen entsprechend der biologischen Wirkweise,

  • vollständige Offenlegung relevanter Sicherheitsdaten,

  • sowie eine Stärkung von Transparenz und informierter Zustimmung.


Parallel dazu startet die Initiative die europaweite Aktion „Transparency4Safety“. EU-Bürgerinnen und EU-Bürger werden dabei aufgerufen, bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) Zugang zu bislang nicht oder nur teilweise veröffentlichten Zulassungs- und Sicherheitsunterlagen verschiedener mRNA-Produkte zu beantragen. Ziel der Kampagne ist nach Angaben der Organisatoren eine unabhängige wissenschaftliche Überprüfung der verfügbaren Daten sowie – bis zur Klärung offener Sicherheitsfragen – eine vorsorgliche Aussetzung entsprechender Zulassungen.

Unterstützt wird die Initiative nach Angaben der Organisatoren unter anderem von mehreren Chemieprofessoren, die sich in einem offenen Schreiben an die EMA für größtmögliche Transparenz bei der Offenlegung wissenschaftlicher Unterlagen ausgesprochen haben.


Die Initiatoren verweisen darauf, dass eine vergleichbare Transparenzaktion bereits im Jahr 2025 durchgeführt worden sei und sich daraus erste Gespräche mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur ergeben hätten. Die aktuelle Kampagne soll den öffentlichen Dialog auf europäischer Ebene fortsetzen.


Dr. iur. Silvia Behrendt, die nach Angaben der Initiative früher als Rechtsberaterin beim Sekretariat der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) tätig war, appelliert an die österreichische Bevölkerung, sich aktiv an der Bürgerinitiative sowie an der europäischen Transparenzkampagne zu beteiligen.


Weitere Informationen sowie Hinweise zur Teilnahme an der österreichischen Bürgerinitiative und an der europäischen EMA-Aktion stellen die Initiatoren auf ihren Informationsplattformen zur Verfügung.




 
 
 

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